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Hausstaubmilben-Allergie
Mein Sohn leidet unter einer starken Hausstaubmilbenallergie. Besonders schlimm
wird es nachts. Was kann ich tun?
Viele Hausstauballergiker bekommen gerade nachts Beschwerden, denn im Bett ist die
Milbenkonzentration besonders hoch. Daher ist zu konsequentem Allergenschutz im
Schlafbereich geraten.
Hier einige Tipps:
- Überziehen Sie Matratzen, Decken und Kissen
mit allergendichten Bezügen (sogenannten Encasings), über die Sie normale, möglichst
kochbare Bettwäsche ziehen.
- Waschen Sie Bettwäsche häufig und lüften
Sie regelmäßig, um die Feuchtigkeit zu vertreiben.
- Lassen Sie Wäsche nicht im Freien trocknen.
- Kuscheltiere, von Kindern geliebte
Schlafbegleiter, sollten ab und zu für drei Tage in der Gefriertruhe verschwinden und
regelmäßig gewaschen werden.
- Tiere haben im Schlafbereich nichts zu suchen.
- Ziehen Sie sich besser im Bad als im
Schlafzimmer um, denn dabei werden besonders viele Hautschuppen aufgewirbelt.
Reicht Allergenschutz im Schlafbereich aus?
Mit dem Allergikerschutz beginnen Sie sinnvollerweise im Bett, denn dort ist der
Kontakt zu den Allergenen am intensivsten. Erst wenn die hier ergriffenen Maßnahmen nicht
zum gewünschten Erfolg führen, überprüfen Sie auch das Schlafumfeld: Befinden sich
Staubfänger wie voluminöse Vorhänge oder Bücherregale in unmittelbarer Umgebung? Kann
ggf. der Teppichboden durch einen glatten Bodenbelag ersetzt werden?
Unser Sohn leidet an einer Hausstauballergie. Nun erwarten wir ein zweites Kind.
Was kann ich vorbeugend tun?
Für Geschwisterkinder ist Vorbeugung sehr wichtig das hat die Wissenschaft
inzwischen eindeutig nachgewiesen. Denn bei erblicher Vorbelastung besteht ein erhöhtes
Allergierisiko. Für die komfortable Prävention eignen sich unsere speziellen
Allergikerdecken und -kissen mit integriertem Allergie-Schutz.
Auch bei der Ernährung sollten Sie aufpassen: Kinder, die das erste halbe Jahr
voll gestillt werden, entwickeln später weniger häufig Allergien. Besteht in der Familie
ein erhöhtes Allergierisiko, empfehlen Ärzte, auch noch bis zur Vollendung des ersten
Lebensjahres zu stillen und allergene Lebensmittel wie Nüsse, Kuhmilch, Ei und Fisch zu
meiden.
Wo kann ich als Hausstauballergiker am besten Urlaub machen?
Eine schlagartige Besserung tritt meist in der schadstoff- und allergenarmen Luft
an Nordsee- oder Höhenkurorten auf. Da die Hausstaubmilbe in Höhen über 1200 Metern
nicht überleben kann, empfiehlt sich besonders ein Aufenthalt im Hochgebirge.
Wie wasche ich so, dass Milben aus Textilien verschwinden?
Am wichtigsten ist das Waschen der Betttextilien. Bettwäsche sollten Sie häufig
wechseln, Encasings am besten im Mai und September waschen, da dann die
Allergenkonzentration am höchsten ist.
Betten und Bettwäsche sollten bei 60 oder 95 Grad waschbar sein. Milben sterben bei einer
Wassertemperatur von 60 Grad nach einer knappen halben Stunde. Doch nicht alle
Waschprogramme moderner energiesparender Maschinen halten diese Temperatur im
60-Grad-Programm auch lange genug ein. Erkundigen Sie sich daher sicherheitshalber beim
Hersteller Ihrer Maschine. Einige Modelle bieten auch ein 75-Grad-Programm.
Welche Waschmaschine eignet sich am besten?
Beim Kauf einer Waschmaschine sollten Sie hochwertigen Fabrikaten den Vorzug geben,
die Allergikerschutz bieten. Ein hoher Wasserstand und zusätzliche Spülgänge sorgen
dafür, dass Allergene besser ausgespült werden.
Worauf muss ich beim Putzen besonders achten?
In Polstermöbeln können sich Milben ansammeln. Sie sollten vor allem ältere
Sofas und Sessel daher regelmäßig reinigen. Unproblematisch hingegen sind Ledermöbel -
sie bieten Milben keinen Lebensraum.
Wenn Sie selbst eine Hausstaubmilbenallergie haben, sollten Sie das Staubsaugen
möglichst jemand anderem überlassen, denn beim Saugen wirbelt viel Staub auf.
Staubsauger mit Allergikerfilter sorgen für geringere Belastung der Luft beim Saugen.
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